Shun: mit den Jahreszeiten kochen
Jede Zutat hat ihren Höhepunkt. Die japanische Küche nennt ihn Shun und macht aus dieser einfachen Beobachtung ein ganzes ästhetisches Prinzip.
Alle Artikel der laufenden Ausgabe und der früheren — chronologisch absteigend.
Jede Zutat hat ihren Höhepunkt. Die japanische Küche nennt ihn Shun und macht aus dieser einfachen Beobachtung ein ganzes ästhetisches Prinzip.
Grüner Tee verzeiht kein kochendes Wasser. Wer Temperatur und Ziehzeit im Griff hat, holt aus denselben Blättern zwei, drei ganz unterschiedliche Tassen.
Reis in der Mitte, ein klarer Rhythmus aus Suppe und Beilagen, fünf Farben, fünf Geschmäcker, fünf Zubereitungen. Wer Washoku als System begreift, kocht plötzlich freier.
Aus Kombu und Katsuobushi entsteht in Minuten eine klare Brühe, die fast jedem Gericht Tiefe gibt. Ein Blick auf Umami, Ichiban-Dashi und eine vegetarische Variante.
Geschirr, Licht, Material und die Ordnung des Tisches gehören zur Mahlzeit dazu. Ein Blick darauf, wie der Raum mitentscheidet, wie etwas schmeckt.